INTERSEKTIONALITÄT

…beschreibt die Überschneidung und Gleichzeitigkeit von verschiedenen Diskriminierungsformen (Wikipedia).

Heißt was genau?

Viele Menschen, die auf Grund von persönlichen Merkmalen (Geschlecht, Hautfarbe, Sexualität, Religion etc.) diskriminiert werden, werden dies nicht nur auf einer Ebene, sondern direkt auf mehreren. Eine schwarze Frau wird sowohl auf Grund ihrer Hautfarbe, als auch ihres Geschlechtes diskriminiert. Eine weiße Frau „nur“ auf Grund ihres Geschlechtes. Leider addieren sich die Diskriminierungen aber nicht einfach nur, sie bedingen sich gegenseitig und verstärken sich massiv. So wird eine schwarze Frau vor allem diskriminiert, weil sie eine schwarze Frau ist, und nicht wegen der Hautfarbe an sich und wegen des Geschlechtes an sich, sondern vor allem auf Grund der Kombination.

Ich habe erst vor kurzem von intersektionalem Feminismus gehört, und zwar in einem Podcast, den ich sehr empfehlen kann. „100 Frauen“ von Miriam Steckl portraitiert verschiedene Frauen, und bis jetzt einen Mann, mit unterschiedlichsten Leben, Arbeistwelten, Erfahrungen mit Sexismus und Formen von Aktivismus. Die Interviews lassen sich sehr entspannt anhören und eröffnen neue Blickwinkel, Ansichten und Erfahrungen von Frauen, die sich alle auf verschiedenen Weise mit Feminismus auseinander setzten. Intersektionalisät ist bei vielen Interviews ein Thema und hat mir nochmal deutlch gezeigt, das es ein wichtiges Thema ist, dem ich mich nochmal gesondert widmen sollte. Ein weiterer Podcast, den ich sehr gerne empfehlen möchte, ist „Die Realitäter*innen“ von Gizem Adiyaman und Lúcia Luciano, in dem sie sich mit verschiedenen Themen beschäftigen und aufklärend Gespärche führen. Es werden Personen interviewt, die sich mit dem jeweiligen Thema auskennen, selber Aktivist*innen sind oder davon betroffen sind. Egall ob Transgender, Bodypositivity oder Themen wie Rassismus oder Feminismus. Auch hier wird oft von Intersektionalität gesprochen und die Bedeutung des Bewusstseins betont!

Sexismus wir nicht an allen Frauen gleich ausgeübt, nicht alle Frauen erfahren den gleichen Sexismus oder sind gleich vielen Situationen ausgesetzt. Es kommt zusätzlich noch darauf an, wie man aussieht. Es ist wichtig, dass uns dieser Umstand auffällt, wenn er anderen Personen schadet, auch wenn wir selber nicht betroffen sind. Aber ebenso wichtig ist es, anzuerkennen, dass man sich als weiße cis* Frau, neben der Diskriminierung, eben auch ein Priveleg einzugestehen hat. Nur so kann man, inklusive mir, Personen die auf noch mehr Formen diskriminiert werden, unterstützen. Es ist wichtig, dass Feminismus für die Gleichberechtigung aller Frauenk kämpft, unabhängig von der Hautfarbe, dem urprünglich biologischen Geschlecht oder dem Gewicht.

In diesem Zuge möchte ich ebenfalls meine Solidarität mit der #BlackLifesMatter Bewegung aussprechen. Wenn wir immer noch Menschen auf Grund ihrer Hautfarbe diskriminieren, lässt sich das Ziel der feministischen Gleichberechtigung nur in weiter Ferne erahnen. Wenn wir auf Grund dieses kleinen biologischen Unterschieds Menschen anders behandeln, weniger wertschätzen oder sogar umbringen, wie lange müssen Frauen dann noch warten, trotz ihres offensichtlichen biologischen Unterschieds zu Männern gleichberechtigt zu werden?!

Hört mal rein 🙂
Checkt mal aus 🙂

*cis oder cisgender bedeutet, dass die entwickelte Geschlechtsidentität mit dem bei der Geburt zugeschriebenem Geschlecht übereinstimmt. Gegenteil wäre z.B. Transgender


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